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Apothekergarten Wiesbaden

Allgemeines
Der Apothekergarten in Wiesbaden wurde im Frühjahr 1986 auf einer Fläche von 5.500 qm eröffnet. Die Idee dazu hatte 1982 Frau Rita de la Chevallerie. In Verbindung mit der Wiesbadener Apothekerschaft übernahm das Grünflächenamt der Stadt Wiesbaden die Planung, den Bau und die Pflege. Die Kosten von damals 300.000 DM (etwa 153.000 Euro) teilten sich die Apotheken Hessens, das Grünflächenamt (mit Eigenleistungen) und die Bürger der Stadt Wiesbaden (Steuergelder).

Pflanzen, Beete, Sonderbeete
Die etwa 200 Pflanzenarten (Kräuter, Sträucher und Bäume) haben ihre Bedeutung in der Arzneigewinnung. Sie sind nach medizinischen Anwendungsbereichen und nach ästhetischen und gartenkünstlerischen Aspekten angelegt. Pharmazie, Ökologie und Gartenkunst wurden hier miteinander verbunden. Dies erfolgte auch unter der Berücksichtigung der Rückbesinnung auf die Kräfte der Natur und das Wissen um den Nutzen der Pflanzen für die Gesundheit der Menschen. Arzneipflanzen (Heilpflanzen, Drogenpflanzen, Giftpflanzen, Heilkräuter) sind Pflanzen, deren Wirkstoffe in der Pflanzenheilkunde zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten eingesetzt werden können.

Der Mittelpunkt des Apothekergartens bildet die Rundhütte. Hier findet der Besucher weitere Informationen über den Garten. Neben einem Naturteich (mit Fischen) gibt es Sitzgelegenheiten zum Ausruhen oder Verweilen. Die etwa 30 Beete sind nach Arzneipflanzengruppen bzw. nach Pflanzen von A, wie Appetitlosigkeit oder Asthma, über Entzündungen, Leber- u. Galleleiden, Verdauungsbeschwerden, und Verstopfung bis Z, wie Zitronenstrauch angelegt. Die einzelnen Pflanzen oder Gruppen sind auf teilweise bebilderten Tafeln gut verständlich beschrieben. Sehr interessant sind auch die Sonderbeete. In einem nierenförmig angelegten Beet neben der Rundhütte befinden sich Pflanzen von jeweils aktueller Bedeutung. Eines dieser Beete stellt eine Miniatur-Nachbildung eines Teils des mittelalterlichen Klostergartens von St. Gallen aus dem 9. Jahrhundert dar.
Weitere Beete sind Walahfrid von der Reichenau (808/809 bis 18. August 849), genannt Strabo oder Strabus, und Hildegard von Bingen (1098 – 1179) gewidmet.
Strabo gilt als der erste Verfasser eines Gartenbuches, dem „Hortulus“ (Gärtlein). Dieser „Hortulus“ ist die erste Information vom Gartenbau in Deutschland. In 444 Hexametern werden 24 Heilkräuter, Küchen- und Zierpflanzen beschrieben. Hildegard von Bingen (1098 – 1179) gilt mit ihrer Beschreibung einer ganzheitlichen Naturmedizin als Vorreiterin für viele alternativen Therapien.


Großbl. Königskerze
Sonnenhut
Teich mit Fischbesatz
Nachbildung eines mittelalterlichen Klostergartens
Rundhütte
Beet mit Informationstafeln

Broschüre
2011 besteht der Apothekergarten in Wiesbaden 25 Jahre. Die aus diesem Anlass überarbeitet herausgegebene Broschüre informiert auf rund 80 Seiten über den Wiesbadener Apothekergarten, die dort vorhandenen Pflanzen sowie deren Verwendungszweck. Die Broschüren sind bei Buch Habel in Wiesbaden und bei den Führungen für 2,50 Euro erhältlich.

Führungen
Die Führungen finden während der Öffnungszeiten regelmäßig an Samstagen statt. Sie sind ehrenamtlich und somit kostenfrei. Die Termine erfahren Sie unter #Veranstaltungstipps

Kleinod
Der Apothekergarten Wiesbaden ist Ausflugsziel für Wissensdurstige, Erholungssuchende, Spaziergänger, fachlich Interessierte, Schulklassen und Studierende.


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Apothekergarten Wiesbaden

Hessen
65183 Wiesbaden, Aukammallee

Eintritt frei

Öffnungszeiten:
Mai bis Ende Oktober, von 8 bis ca. 20 Uhr

Fachliche Betreuung und Anfragen:
Dr. Ernst Binde,
Tel.: 06122/6447

Öffentliche Verkehrsmittel: Fichtestraße
Linien: 17, 20, 21, 22, 23, 24, 37


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