Flughafen Frankfurt
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Anschläge und Abstürze
Flughafen Frankfurt

Anschläge

1. Dezember 1976: Rhein-Main-Air-Base, Anschlag auf Offizierskasino.
Auf das Offizierskasino auf der #Rhein-Main-AirBase wurde ein Brandanschlag verübt. Es wurden acht Personen verletzt.
Die Terroristengruppe "Revolutionäre Zellen" bekannte sich zu der Tat.

11. Mai 1981: Mord an Hans-Herbert Karry
1980 ordnete der Hessische Wirtschaftsminister Hans-Herbert Karry (FDP) den Sofortvollzug zum Bau der Startbahn 18 West am Frankfurter Flughafen an.
Am 11. Mai 1981 wurde er in seinem Haus in Frankfurt am Main erschossen.
Eine Gruppe der "Revolutionären Zellen -RZ-" übernimmt die "Verantwortung" für den Anschlag. Sein Tod sei "nicht beabsichtigt, sondern ein Unfall" gewesen. Es sei lediglich geplant gewesen, den als entschiedenen Befürworter des Baus der Startbahn West am Frankfurter Flughafen und anderer Großprojekte verhassten "Türaufmacher des Kapitals" in die Beine zu schießen und ihn damit für längere Zeit "daran zu hindern, seine widerlichen und zerstörerischen Projekte weiterzuverfolgen".
Der Mord wurde nicht aufgeklärt.

27.Juni 1983: Sprengstoffanschlag
- Sprengstoffanschlag z.N. des Vostandes der FAG
- Versuchter Sprengstoffanschlag auf das Schulungszentrum am Flughafen

- Sprengstoffanschlag z.N. Erich Becker (Vorstandsvorsitzender der FAG -Flughafen Frankfurt Main AG von 1972 bis 1988) in Langenhain/Taunus.
Gegen 1 Uhr explodierte auf der Terrasse am Haus ein Sprengsatz und richtete erheblichen Sachschaden an. Das Haus war zu diesem Zeitpunkt bewohnt. Verletzt wurde niemand. Kurz vor der Explosion ging bei dem Küster der Gemeinde ein anonymer Hinweis auf den Sprengsatz ein. Dieser informierte mit einer zeitlichen Verzögerung die Polizei. Noch bevor diese eintraf und noch bevor die Familie Becker informiert werden konnte, explodierte der Sprengsatz.

- Schulungszentrum
Am 28.6.1983 ging bei der Frankfurter Rundschau mit der Morgenpost ein Bekennerschreiben der "Revolutionären Zellen" zum Sprengstoffanschlag z.N. des Vorstandsvorsitzenden ein. Das Schreiben befand sich in einem weißen Briefumschlag, abgestempelt am 27.6.1983 in Frankfurt.
Sowohl die Anschrift als auch das Bekennerschreiben waren mit Schreibmaschine geschrieben und mit Schablone nachgezogen worden. Das war auch charakteristisch für die RZ.
In diesem Schreiben hieß es u.a., dass zur "Feier des Tages" am Schulungszentrum der FAG (Flughafen Frankfurt Main AG) ebenfalls eine Bombe gezündet worden war.
Da dies nicht der Fall war, wurde eine Evakuierung des Schulungsgebäudes (Gebäude Nr. 173), in dem auch der Betriebsrat seine Büros hatte, evakuiert und weiträumig abgesperrt. Bei der Absuche wurde vor einem Seiteneingang eine blaue "Adidas"-Sporttasche mit einem USBV (Unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtung) gefunden. Dieser bestand aus einem Feuerlöscher, Marke "Gloria", 2-2,5 kg, einem "EES-Sonochrom"-Wecker, fünf durch schwarzes Isolierband verbundene Blockbatterien, rot-schwarze Bananenstecker und etwa 2500 Gramm Sprengstoff (Selbstlaborat).
An dem Gebäude befand sich die mit einer Schablone angebrachte Aufschrift

KEINE START-
BAHN RZ

Der Sprengsatz wurde von Beamten des LKA delaboriert. Der Wecker war vor dem Zeitpunkt der Explosion, die für 01.00 Uhr geplant war, stehen geblieben. Zwei Personen feierten in den folgenden Jahren an diesem Tag ihren zweiten Geburtstag. Um in das Gebäude zu gelangen hatte eine weibliche Reinigungskraft die Tasche genommen und zur Seite gestellt. Etwa zwei Stunden danach wurde ein kaltes Buffet für eine Tagung angeliefert. Auch hier stand wiederum die Tasche im Weg. Ein Mitarbeiter der Catering-Firma transportierte die blaue Tasche einige Meter weiter. Glück gehabt.

19. Juni 1985: Sprengstoffanschlag im Terminal 1
Explosion eines Sprengkörpers in einem Abfallbehälter  im Terminal 1, Halle B, Ebene 2 (Abflug). Drei Personen starben, 42 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Zur Tat, die nicht geklärt wurde, bekannten sich telefonisch mehrere in- und ausländische Organisationen.


8. August 1985, 07.19 Uhr: Anschlag Rhein-Main-Air-Base

In der Nacht vor dem Anschlag wurde in Wiesbaden der 20-jährige US-Soldat SP4/E4 Edward Pimental (SSN 073-66-8695) erschossen. Mit Hilfe seiner ID-Card wurde ein mit Sprengstoff präparierter VW-Passat auf dem Gelände der
#Rhein-Main-Air Base geparkt. Bei der Explosion starben der US-Soldat Airman 1st Class (A/1C) Frank Scarton und die Zivilangestellte Becky Jo Bristol. Elf Personen wurden verletzt. Der Sachschaden wurde auf etwa eine Million DM beziffert.
#Fotostrecke
Ein entsprechendes Bekennerschreiben zu dem Anschlag war von der "RAF" und der "Action Directe" unterzeichnet.
Die RAF-Mitglieder Birgit Hogefeld und Eva Haule wurden als Tatbeteiligte in Verbindung mit anderen Straftaten zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt.

1985 bis 1987: Strommaste beschädigt
Zwischen 1985 und 1987 wurden im Umfeld der neuen Startbahn mehrere Strommasten angesägt oder "gefällt". Mörfelden (20.6.86 und 29.8.1987), Hasselroth und Offenthal. Dazu bekannt haben sich u.a. "Sägende Zellen", "Revolutionäre Heimwerker", "Kommando säg weg den Scheiß"

17. Juni 1985: Brandanschlag auf das Umspannwerk Kelsterbach
Es entstand ein Sachschaden von etwa 800.000 DM

Klaus Eichenhöfer Torsten Schwalm
2. November 1987
: Tote und Verletzte an der Startbahn
Am 2. November 1987, einem Montag, kam es anlässlich einer Demonstration zum Jahrestag der Räumung des Hüttendorfs zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften im Süden der Startbahn. Die Sicherheitskräfte wurden mit Steinen, Mollies (Molotowcocktails) und anderen Gegenständen beworfen und mit Signalmunition und Zwillen beschossen.
Nachdem Polizeikräfte nach außerhalb der Startbahn verlagert worden waren, wurden sie vom gegenüberliegenden Waldrand heraus beschossen.
Durch einen Unterbauchsteckschuss wurde der 43jährige Polizeihauptkommissar Klaus Eichenhöfer tödlich verletzt. Der 23jährige Polizeiobermeister Torsten Schwalm starb an einem Bauchsteckschuss. Schwer verletzt wurden die Polizeimeister Uwe Köhler (26), (Lungendurchschuss), und Uwe Täufer (23), (Oberschenkeldurchschuss). Ein Streifschuss am rechten Knöchel verletzte den 32-jährigen Polizeimeister Harald Nitschke.
Die Tatwaffe, eine Dienstwaffe der Polizei (Marke Sig-Sauer, Modell P 6, Nummer M 402293) wurde am 8. November 1986 bei einer Anti-AKW-Demonstration in Hanau geraubt.
Am darauf folgenden Sonntag fand in der Hüttekirche mit Pfarrer Werner Schneider-Quindeau ein Gedenkgottesdienst statt, an dem auch Polizeibeamte teilnahmen.
In Folge dieser Ereignisse wurden keine größeren Demonstrationen mehr durchgeführt.

Täter

Andreas Eichler wurde wegen Totschlags zu 15 Jahren Haft verurteilt, Frank Hoffmann aus Mörfelden-Walldorf zu viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe wegen seiner Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Für den Vorsitzenden Richter Erich Schieferstein war damals nachgewiesen, dass Eichler die 14 Schüsse abgegeben hatte. Hoffmann, ein Anti-Atomkraft-Aktivist musste sich verantworten, weil er im Rhein-Main-Gebiet mehrere Strommasten umgesägt hatte.
Eichler wurde nach 10 Jahren Haft auf Bewährung aus der JVA entlassen.

1. Februar 1995: Anschlag auf Fernmeldeeinrichtungen
Bisher unbekannte Täter drangen im Nahbereich des Flughafens in drei mit Betonplatten gesicherte Kabelschachtanlagen der deutschen Telekom ein und durchtrennten drei Glasfaserfernmeldekabel sowie ein weiteres Kabelbündel. Dieser mit gezielter krimineller Energie geführte Anschlag richtete sich gegen Kabelknotenpunkte, über die auch gegebenenfalls Fernmeldeverbindungen der Sicherheitsbehörden geführt sein können.
Beim Betrieb des Flughafens, aber auch in Frankfurter Stadtteilen und umliegenden Gemeinden sowie bei Versorgungseinrichtungen (Universitätskliniken) kam es zu erheblichen Störungen des Fernmeldeverkehrs. Personenschäden sind nicht eingetreten. Belange der Flugsicherung waren nicht betroffen.

11. März 2009
Brandanschlag
Am 11. März 2009, gegen 00.30 Uhr, wurde das Fraport-Dienstfahrzeugvon Horst Amann, der für die bauliche Realisierung der Startbahn West als Projektleiter verantwortlich ist, durch einen Brandanschlag zerstört. Das Fahrzeug, ein VW Touareg, war zum Tatzeitpunkt vor seinem Anwesen in Roßdorf (bei Darmstadt) auf der öffentlichen Straße geparkt und vermutlich mit Brandbeschleuniger (Klebstoffen) an zwei Stellen angezündet worden.
Die Ermittlungen werden vom Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) übernommen. Es wurde eine Belohnung für Hinweise auf die Täter von 3.000 Euro ausgesetzt.

2. März 2011: Mordanschlag auf unbewaffnete US-Soldaten
Im öffentlich zugänglichen Bereich vor dem Terminal 2 bestieg der Täter einen mit 15 Angehörigen der US Air Force besetzten Bus der US Air Force. Er erschoss den 25-jährigen Senior Airman Nicholas J. Alden und anschließend den 21-jährigen Busfahrer, Airman First Class Zachary Cuddeback. Senior Airman Edgar Miguel (25) und Sgt. Kristoffer Paul Schneider wurden durch Schüsse lebensgefährlich verletzt.
Staff Sgt. Trevor Donald Brewer überlebte nur, weil die Waffe des Täters versagte.
Der Täter, Arid Uka (*8.2.1990 in Mitrovicë, Kosovo, wohnhaft mit seiner Familie seit 1991 in Frankfurt-Sossenheim) wurde am 10.2.2012 vom OLG Frankfurt wegen zweifachen Mordes und dreifachen Mordversuchs zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die besondere Schwere der Schuld wurde festgestellt.
Die Tat gilt als erster islamistisch motivierter Anschlag mit Todesopfern in Deutschland.
Im Oktober 2012 wurde ein Revisionsantrag gegen das Urteil vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe als unbegründet verworfen. Somit ist das Urteil rechtskräftig.


Abstürze

28. Januar 1952
Nach dem Start vom Frankfurter Flughafen stürzte gegen 8 Uhr ein amerikanisches Transportflugzeug, eine zweimotorige Fairchield C 82A Packet, auch genannt „Flying Boxcar“, Doppelrumpfmaschine (Fliegender Güterwagen), auf ein Haus in Raunheim. In diesem starben der 77-jährige Heinrich Kolb, dessen 43-jährige Tochter Luise und das zwölfjährige Flüchtlingsmädchen Irene Kandler.
Einer der beiden Motoren hatte Feuer gefangen. Der Pilot hatte offenbar noch versucht, das Flugzeug auf freiem Feld zwischen Raunheim und Rüsselsheim abstürzen zu lassen. Dies misslang. Offensichtlich hatte ein Mast, den das leere Flugzeug rammte, eine Kursänderung bewirkt, so dass dieses in das Haus stürzte. Die fünfköpfige Besatzung hatte sich durch Absprung mit dem Fallschirm gerettet.

22. März 1952, 10.50 Uhr
Die aus Johannesburg (Südafrika) über Rom kommende Douglas DC-6 (PH-TPJ), “Koningin Juliana”, der KLM stürzte während des Landeanflugs bei Regen und Nebel etwa 7 km N/O des Flughafens in der Nähe der Gehspitz (ehemaliges Holzmann-Gelände) im Wald ab und explodierte. An Bord waren 47 Personen. 45 Menschen kamen ums Leben, 36 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder. Von den sechs geborgenen Schwerverletzten überlebten nur zwei. Die Ursache konnte nicht geklärt werden. #Fotos

14. Oktober 1953
Kurz nach dem Abheben auf dem Flug nach Brüssel stürzte 2150 Meter hinter dem Ende der Startbahn eine Convair CV-240-12 , OO-AWQ, der belgischen Luftverkehrsgesellschaft Sabena aus geringer Höhe in der Nähe der Okrifteler Straße in den Kelsterbacher Wald.
Verursacht wurde der Absturz durch die mangelnde Motorenleistung infolge eines starken Bleiansatzes an den Zündkerzen, der Zündaussetzer zur Folge hatte.
Alle 44 Menschen an Bord starben.

1955
Absturz einer Post-Maschine zwischen Raunheim und Rüsselsheim auf ein Wohnhaus an der Bahnstrecke. Es gab mehrere Tote.

1959
Absturz eines Jagdflugzeuges, Sabre F-86, A-5, zwischen Parallelbahn in Wetterstation, Pilot und eine Person aus Mörfelden starben.

21. Januar 1967, 4.15 Uhr
Frachtmaschine, Flug Manchester - Frankfurt, Luftverkehrsgesellschaft Air Ferry, Großbritannien, Douglas C-54A-15-DC, DC-4, Kennzeichen G-ASOG , stürzte beim Landeanflug, neben A-3 FFM-Süd ab. 2 Piloten tot.

1971
Absturz eines Geschäftsflugzeuges auf dem Parkplatz 3, Ostbereich des Flughafens, Nähe Gebäude 100 (heute Terminal 2)

1976
Absturz einer Cessna 182 (Skylane) im Wald bei Zeppelinheim, Landeanflug, drei Tote

22. Mai 1983, Absturz eines Starfighters
Während einer Flugshow im Rahmen des Tages der offenen Tür auf der Rhein-Main-Air Base stürzte ein kanadischer Starfighter (F 104 G) auf die Bundesstraße B 43 nahe dem Frankfurter Waldstadion (heute: Commerzbank-Arena) ab.
Dabei starben in einem Pkw der Frankfurter Pfarrer Martin Jürges, seine Frau Irmtraud, der 11jährige Jan, die 11 Monate alte Katharina und die Großmutter Erna Jürges. Die mitfahrende Nichte des Pfarrers, die 19jährige Gesine Wagner, überlebte den Unfall schwer verletzt. Knapp drei Monate später starb sie an den Folgen ihrer Verbrennungen.
Der 27-jährige Pilot Al Stevenson rettete sich mit dem Schleudersitz.
Ein Gedenkstein steht auf der Südseite des Frankfurter Hauptbahnhofs.

 

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