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Museum Großauheim

Das neu und unter modernen Aspekten gestaltete Museum Goßauheim wurde am 11. Dezember 2011 in dem ehemaligen villenartigen zweigeschossigen Jugendstil-Badehaus und den angrenzenden Hallen des früheren Elektrizitätswerkes und der Feuerwehr auf einer Fläche von 1.300qm wieder eröffnet. Der Umbau des Museums hat 1,3 Millionen Euro gekostet. Das Land Hessen bezuschusste die insgesamt fünf Jahre dauernden Arbeiten mit 620.000 Euro.

Das 1983 gegründete Museum gliedert sich in
- die Abteilung Industriegeschichte mit den Themen Landtechnik, Industrialisierung und Ortsgeschichte,
- die Abteilung August Gaul mit Skulpturen in Stein und Bronze und
- die Abteilung August Peukert mit Ölgemälden, Zeichnungen, Grafiken und Farnglasbilder.

Industriegeschichte
Diese Abteilung zeigt anschaulich den Wandel von den Arbeiten mit den bäuerlichen und handwerklichen Geräten hin zu industriellen Anlagen und Fertigungen von regionalen Fabrikationen bis zur High Tech der Neuzeit.

Die technisch-wirtschaftlichen Prozesse des Übergangs von agrarischen zu industriellen Produktionsweisen wird mit modernen Medien und historischen Werkzeugen und Geräten anhand von Beispielen demonstriert. Auf Monitoren wird dargestellt, wie Bauern vor Jahrzehnten geerntet haben. Die benutzten Geräte und Maschinen sind in der großen Halle zu sehen wie beispielsweise die Sensen, eine fahrbare Dreschmaschine von Hummel, Baujahr um 1940 oder ein Dampftraktor mit Seilwinde von 1896. Lokomobile, ein Dampftraktor und der Verbrennungsmotor sind Zeugen ihrer Zeit. Dies gilt auch für infrastrukturelle Einrichtungen wie dem Hafen und dem Bahnhof.

Gezeigt werden aber auch kleinteilige Produkte, die in modernen Pkw zu finden sind, vom Katalysator der Firma Umicore bis hin zum Dunlop-Reifen.

Bild- und Texttafeln zeigen auch die Entwicklung der Energieerzeugung bis heute.

„Ressourceneffizienz“ und „Saubere Technologien“ sind weitere Themenschwerpunkte der Dauerausstellung zur Gegenwart. Diese entstand in Zusammenarbeit mit mehreren Hanauer Unternehmen und stellt den Forschungs- und Entwicklungsstandort Hanau in den Mittelpunkt.

Von 1936 stammt die liegende Einzylinder-Dampfmaschine von MAN aus Nürnberg. Das Schwungrad mit einem Durchmesser von 2,5 Metern ist halb in einer Wanne im Boden eingelassen.

Speziell auf Graßauheim und Hanau beziehen sind Exponate der Landmaschinenfabrik Bautz, der Fa. Hereus mit Quarzgaslampen und Höhensonnen und natürlich Reifen der Fa. Dunlop.

"August Gaul Skulpturen - gesehen von Ruth Marcus"
bis 20.5.2012
August Gaul wurde am 22. Oktober 1869 in der Haggasse in Großauheim (heute ein Stadtteil von Hanau) geboren und starb am 18. Oktober 1921 in Berlin.
Nach einer Ausbildung an der Königlichen Zeichenakademie Hanau (1882 – 1888) übersiedelte er nach Berlin. Hier besuchte er die Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums (1890 – 1892) und studierte anschließend (1894 – 1897) an der Akademie der Künste in Berlin bevor er sich 1898 als Stipendiat in Rom aufhielt. Ebenfalls 1898 war er Gründungsmitglied der Berliner Sezession und ab 1902 deren Vorstandsmitglied. 1900 heiratete er Clara Haertel, mit der er drei Kinder hatte. 1908 erfolgte seine Ernennung zum Professor der Berliner Akademie der Künste. 1919 folgte er dem Ruf in die Ankaufskommission der Berliner Nationalgalerie. 1921 wurde er zum Senator der Akademie der Künste ernannt. Bevor er sein Amt antreten konnte, starb er. Er wurde auf dem Berliner Friedhof Dahlem begraben.
August Gaul konzentrierte sich bei seinen Arbeiten auf das Tiermotiv. Er schuf monumentale Skulpturen in Stein und Bronze ebenso wie Klein­ und Kleinstformate. Sie sind klar und streng aufgebaut und handwerklich anspruchsvoll ausgeführt. Er zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Moderne und als der einzige deutsche Tierplastiker von Rang.
Am 100. Geburtsjahr schuf 1969 die Stadt Großauheim eine bronzene Ehrenplakette als Kulturpreis. Diese wird in unregelmäßigen Abständen verliehen. 1980 hat die Stadt Hanau die Verleihung der August-Gaul-Plakette übernommen.

August Peukert
Der Maler, Farbglasgestalter und Mosaizist wurde am 23.11.1912 in Großauheim als Sohn eines Wagners geboren und starb 2.2.1986 in Hanau.
Von 1926 bis 1929 durchlief er eine Ausbildung u.a. bei den Professoren Schimke, Reissner, Estler und Reinhold Ewald an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau und arbeitete von 1932 bis 1938 als Zeichenlehrer an der Realschule St. Josef in Großauheim. 1937 heiratete er Emmy Kropf, mit der er vier Kinder hatte. Von 1940 bis 1943 war er als Soldat in Norwegen eingesetzt. In Kristiansand (früher Christianssand) stellte er in einer Ausstellung seine zwischen 1941 und 1943 entstandenen Landschaftsbilder vor. 1947 war er Gründungsmitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK) in Hanau, dem Vorgänger des Künstlerbundes Simplicius.
Ab 1950 gestaltete er Farbglasfenster für Kirchen. Begonnen hatte er in der Pfarrkirche St. Paul in Großauheim. In de 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts folgten großformatige Werke für über dreißig Kirchen, Kapellen, Schulen, Verwaltungs- und Privatgebäude. Sein umfangreichstes Werk war eine mehrteilige Glasfensterwand in der Evangelischen Kirche in Leverkusen-Mathildenhof.
Von 1959 bis 1971 war er Stadtverordneter in Großauheim. 1969 Jahre wurde er für sein Engagement mit der August-Gaul-Plakette ausgezeichnet, 1979 erhielt er nicht nur den Kulturpreis, sondern auch den Ehrenbrief des Landes Hessen.
August Peukert ist einer der führenden Hanauer Künstlern der Nachkriegszeit und überregional bekannt. Sein facettenreiches Werk umfasst Grafiken, Zeichnungen, Ölgemälde, Farbglasbilder, Mosaike, Sgraffiti und Metallplastik.
Die Kunstabteilung August Peukert befindet sich im ersten Obergeschoss. Dieser Bereich des Museums ist nicht
barrierefrei
zugänglich!


Löwe, August Gaul
Dampftraktor mit Seilwinde

Turbogenarator, 1944
Halle des E-Werks
Pflüge, Leiterwagen, Dreschmaschine, Traktor
Schiffsdampfmaschine
Ausstellung Peukert

Fazit
Kunst und Industriegeschichte. Das Museum Großauheim bietet eine interessante und zeitgemäß gestaltete Präsentation von Kunst und Industriegeschichte.
Inhaltlich und architektonisch bildet das Museum Großauheim auch einen wichtigen Bestandteil innerhalb der Route der Industriekultur Rhein-Main.

Eintritt
Museum und Sonderausstellungen: 2 Euro
Ermäßigter Preis: 1,50 Euro
Familienkarte: 5 Euro für 2 Erwachsene und Kinder
Gruppen ab 10 Pers.: 1 Euro

Führungen
Für Erwachsene, Kitas und Schulklassen
Tel.: 06181/295571 oder -564
E-Mail

Kindergeburtstage
wie Führungen

Sanitäre Einrichtungen
Vorhanden, auch barrierefrei.

Barrierefreiheit
Ist ebenerdig in den Bereichen "Industriegeschichte" und "Ausstellung August Gaul" gegeben. Zugang vom Hofbereich aus.
Rufanlage am Hoftor.

Parkplätze
Parkplätze (begrenzt)
Vorhanden.
Weitere Parkplätze am Bahnhof
Großauheim, Luisenstraße und am Rochusplatz, Einfahrt Ecke Rochusstraße


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Deutschland
Hessen

Museum Großauheim
Kunst und Industriegeschichte
Pfortenwingert 4
63457 Hanau-Großauheim

Tel.: 06181/573763

Öffnungszeiten:
Do. - So.:
10-12 und 14-17 Uhr
Geschlossen 24., 25. + 31.12.2011 sowie 01.01.2012

Führungen und museums-
pädagogisches
Programm nach Absprache

Anfahrt
PKW: Bundesstraße B43 A, Ausfahrt Hanau-Großauheim (ausgeschildert)
Bus: HSB, Linie 6, VU 5905, Haltestelle Rochusplatz
DB Anfahrt: Regionalbahn, Bahnhof Großauheim

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