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Monet und die Geburt des Impressionismus
Ausstellung vom 11. März bis 21. Juni 2015

In einer groß angelegten Sonderausstellung präsentiert das Frankfurter Städel Museum vom 11. März bis 21. Juni 2015 „Monet
und die Geburt des Impressionismus“.

Es werden anhand von rund 100 Meisterwerken aus den bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt die Anfänge der impressionistischen Bewegung in den frühen 1860er-Jahren bis hin zum Jahr 1880 in den Blick genommen. Zu sehen sind weltberühmte Leihgaben wie Monets La Grenouillère (1869) aus dem Metropolitan Museum of Art, New York, sein Boulevard des Capucines (1873) aus dem Nelson-Atkins Museum of Art, Kansas City, Das
Mittagessen: dekorative Tafel (um 1873) oder Camille auf dem Totenbett (1879), beide aus dem Musée d’Orsay, Paris. Die Ausstellung, die zu den öhepunkten des Programms im Rahmen von „200 Jahre Städel“ zählt, fragt, wie der Impressionismus entstand und inwiefern sich in dieser Malerei eine zeitgenössische Seherfahrung
manifestiert. Neben rund 50 Gemälden von Claude Monet werden Werke zahlreicher
weiterer Impressionisten gezeigt, darunter wichtige Arbeiten von Auguste Renoir, Edgar Degas, Berthe Morisot, Camille Pissarro oder Alfred Sisley. Die
Jubiläumsausstellung knüpft an die eigene Sammlungsgeschichte des Städel Museums an, denn schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte sich der damalige Direktor Georg Swarzenski (1876–1957) leidenschaftlich für die französische Malerei ein, die bis heute einen wichtigen Sammlungsschwerpunkt des Hauses bildet.

Mit Claude Monets Gemälde Das Mittagessen verfügt das Städel Museum über ein Schlüsselwerk aus der Zeit des frühen Impressionismus. Dieses Bild sowie der Sammlungsbestand mit Arbeiten von Auguste Renoir, Édouard Manet, Edgar Degas
und Alfred Sisley sind der Anlass, die Anfänge der Bewegung in den Blick zu nehmen. Protagonist der Schau ist Monet, der bei der Entwicklung und Verbreitung
des Impressionismus eine herausgehobene Position einnahm.

In seinen Bildern treten die formalen Neuerungen dieser Strömung, wie die rasche, skizzenhafte Malweise oder der klar erkennbare Pinselstrich, besonders deutlich hervor.
Die Schau beleuchtet, worin die anfängliche Radikalität dieser Kunst lag. Welchen Einfluss hatten die Umbrüche innerhalb der französischen Gesellschaft und der
technische Fortschritt auf die Malerei, welche Auswirkungen das veränderte Verhältnis von Mensch und Natur, von Arbeit und Freizeit? Inwiefern manifestiert sich
in den Werken der Impressionisten eine zeitgenössische Seherfahrung und wie ist diese vom visuellen Erlebnis der Großstadt und der Verbreitung neuer Medien wie
der Fotografie geprägt? Keine vorangegangene Kunstströmung hat das Spiel von Farbe und Licht so bis zur Auflösung des Motivs getrieben. Körperlose Figuren, substanzlose Gebäude, atmosphärische Landschaften – bis heute trägt die
Entmaterialisierung der Szenerien zur großen Faszination des Impressionismus bei.

Die Ausstellung folgt einer losen chronologischen Ordnung und spannt einen Bogen von den frühen 1860er-Jahren bis ca. 1880. Ein Prolog, der die Vorläufer der
Impressionisten präsentiert, und ein Epilog, in dem Arbeiten aus Monets Spätwerk gezeigt werden, bilden den Rahmen.

Anlässlich der Ausstellung wurden alle hier gezeigten Gemälde aus dem Besitz des Städel Museums technologisch untersucht.
Die Ergebnisse können Sie sowohl mithilfe der QR-Codes an den Labels als auch im
Ausstellungskatalog nachvollziehen.

Biografie

1840
Claude Monet wird am 14. November als Sohn eines Lebensmittelgroßhändlers in
Paris geboren.

1845–1855
Umzug der Familie nach Le Havre. Besuch des dortigen Collège communal und Zeichenunterricht bei Jacques-François Ochard, einem ehemaligen Schüler Jacques-
Louis Davids. Mitte der 1850er-Jahre entstehen erste Karikaturen.

1856–1860
Um 1856 Begegnung mit Eugène Boudin, der ihn zur Freilichtmalerei führt. 1860
Studium an der Pariser Académie Suisse, wo er Camille Pissarro trifft.

1861–1864

1861/62 Militärdienst in Algerien. Bei seiner Rückkehr nach Le Havre Bekanntschaft mit Johan Barthold Jongkind. Noch im selben Jahr Umzug nach Paris und
Begegnung mit Gustave Courbet. Eintritt ins Atelier Charles Gleyres, gemeinsames Studium mit Frédéric Bazille, Auguste Renoir und Alfred Sisley.

1865–1869
In den 1860er-Jahren widmet sich Monet in der Normandie sowie im Wald von Fontainebleau verstärkt der Pleinairmalerei. 1865 Salon-Debut, weitere Teilnahmen
1866 und 1868. 1866 Bekanntschaft mit Édouard Manet. Im August 1867 Geburt von
Monets Sohn Jean. Malt 1869 mit Renoir am Ausflugsort La Grenouillère.

1870/71
Heirat mit Camille Doncieux, der Mutter von Jean. Aufenthalt in Trouville, als im Juli 1870 der Deutsch-Französische Krieg ausbricht. Daraufhin geht Monet ins Exil nach London. Nach Ende des Krieges Reise in die Niederlande, bevor er im Dezember
1871 nach Argenteuil zieht.

1873–1880
Gründungsmitglied der Société anonyme des artistes peintres, sculpteurs, graveurs,
etc., welche die ab 1874 stattfindenden Impressionisten-Ausstellungen ausrichtet.
Teilnahme an den ersten vier Schauen sowie an der siebten. 1878 Umzug nach Vétheuil. 1879 verstirbt Camille Monet. Erste Einzelausstellung 1880 in der Galerie des Journals La Vie moderne.

1883–1893
1883 Umzug nach Giverny. Zahlreiche Einzelausstellungen ab 1889, unter anderem
in den Galerien von Paul Durand-Ruel und Georges Petit. 1892 Heirat mit Alice Hoschedé, der Witwe seines ehemaligen Mäzens Ernest Hoschedé. 1893 beginnt Monet den Bau seines Wassergartens in Giverny.

1908–1926
Ab 1908 Sehbeschwerden. 1914-1916 Errichtung eines Ateliers, um an den großformatigen Seerosen arbeiten zu können, die er 1922 dem französischen Staat
schenkt. 1923 Operation zur Behandlung des grauen Stars. Monet stirbt am 5. Dezember 1926 in Giverny.


Claude Monet, Das Mittagessen (1868/69)
Max Hollein, Direktor des Städel und der Schirn
Claude Monet, Das Hôtel des roches noires in Trouville (1870)
Ausstellungsraum
   

Künstlerliste
Frédéric Bazille (1841–1870), Édouard Béliard (Edmond Joseph Béliard) (1832–
1912), Eugène Boudin (1824–1898), Mary Cassatt (1844–1926), Paul Cézanne
(1839–1906), Antoine Chintreuil (1814–1873), Camille Corot (1796–1875), Gustave Courbet (1819–1877), Charles-François Daubigny (1817–1878), Edgar Degas (1834–1917), Armand Guillaumin (1841–1927), Charles Jacque (1813–1894), Johan Barthold Jongkind (1819–1891), Stanislas Lépine (1835–1892), Édouard Manet (1832–1883), Jean-François Millet (1814–1875), Claude Monet (1840–1926), Berthe Morisot (1841–1895), Camille Pissarro (1831–1903), Auguste Renoir (1841–1919), Henri Rouart (1833–1912), Théodore Rousseau (1812–1867), Alfred Sisley (1839– 1899), Félix Ziem (1821–1911). (Quelle: Städel)




Deutschland
Hessen
Frankfurt am Main

Ausstellung
Monet und die Geburt des Impressionismus
11.3. - 21.6.2015

Städel Museum – Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie -

Schaumainkai 63

60596 Frankfurt – Sachsenhausen

Telefon:
069/6050980
Telefax: 069/605098111
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