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Tiefsee

Die außergewöhnliche Ausstellung "Tiefsee - Wissenschaft entdecken - erforschen - erleben" war von Dezember 2008 bis Juni 2009 im Frankfurter Naturmuseum Senckenberg zu sehen.

Eindrucksvoll wurde in der neuen Wolfgang-Steubing-Halle auf 1.000 Quadratmetern und zwei Ebenen das Leben in der Tiefsee gezeigt.

Tiefgang mit Tauchboot
Bizarre Fische erinnern an Jules Vernes (1828 - 1905) Roman "20.000 Meilen unter dem Meer". Doch die Welt der Wale, Schwarzangler, Fangzähne, Teufelsangler, Bügeleisenfische, Fußballfische, Riemenfische und Riesenkalmare ist real. Sie leben im größten Ökosystem der Erde und trotzen einem unvorstellbarem Druck, frostiger Kälte und Dunkelheit. Neben ungewöhnlichen Exponaten konnten die Besucher mit einem über elf Meter langen Tauchboot eine virtuelle Fahrt in die Tiefsee unternehmen.

Wie tief ist die See?
Wie verlaufen die Strömungen in den Tiefen? Woraus besteht der Meeresboden? Gibt es Leben in allen Tiefen? Fragen, die sich Forscher erst Ende des 19. Jahrhunderts gestellt haben.

Noch 1870 wusste man so gut wie nichts über die Tiefsee. Die Seefahrer nahmen bis ins 19. Jahrhundert an, dass das Meer unendlich tief und unergründlich sei. Überlebenswichtig war für sie die Bestimmung der Wassertiefe im Küstenbereich, um nicht auf Grund zu laufen. Die Tiefe des offenen Ozeans war für sie uninteressant.

Erst die Forschungsreise des britischen Segelschiffs H.M.S. Challenger (1873-76) brachte neue Erkenntnisse. Sie gilt als Beginn der wissenschaftlichen Erkundung der Tiefsee. Zu den bedeutendsten Tiefsee-Expeditionen gehörte die deutsche "Valdivia" von 1898 bis 1899. Das damals gesammelte Material ist noch heute für die Wissenschaft wertvoll.

In der Tiefsee-Ausstellung des Senckenberg-Naturmuseums wurden verschiedene Originalobjekte der berühmten Valdivia-Expedition gezeigt.

Heute werden moderne Tauchboote und ferngesteuerte Tauchroboter zur Erforschung der Tiefsee eingesetzt. Die Tiefsee beginnt übrigens ab 200 Meter unter der Meeresoberfläche und reicht an manchen Stellen des Pazifischen Ozeans 11.000 Meter bis zum Meeresgrund.

Die Rückseite des Mondes ist besser bekannt
Die Tiefsee ist der Bereich unseres Planeten, der weitgehend unerforscht, eine große Faszination ausübt. Das offene Meer bedeckt zwei Drittel der Erdoberfläche und ist durchschnittlich 3.800 Meter tief. Das heißt, die Tiefsee nimmt den überwiegenden Teil des Meeres ein.
Sie ist der mit Abstand größte Lebensraum der Erde. Dennoch wurden bisher nur einige Quadratkilometer des Meeresbodens von U-Booten oder Unterwasserrobotern abgesucht. Bodenproben sind erst von wenigen Punkten bekannt. Auch der offene Ozean ist kaum erforscht.

"Offensichtlich ist selbst die Rückseite des Mondes besser bekannt als die Tiefsee", sagt Museumsleiter Dr. Bernd Herkner. Die tiefste Stelle liegt 11.000 Meter tief im Marianengraben im Pazifischen Ozean. Im Vergleich: Der Mount Everest erhebt sich nur 8.848 Meter über die Meeresoberfläche. Der Mittelozeanische Rücken ist die längste Gebirgskette unter dem Meer. Sie erstreckt sich über 60.000 Kilometer vom Atlantik über den Indischen Ozean zum Pazifik.


Fangzahn
Alte Seekarte mit

Tauchkugel
Schwarzangler
Tauchboot
Wal greift Kalmar an


Licht ins Dunkel
Dass heute langsam Licht in die unendlichen Tiefen kommt, ist auch ein Verdienst der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft. Ihre Wissenschaftler sind regelmäßig auf den drei deutschen Forschungsschiffen "Meteor", "Polarstern" und "Sonne" unterwegs. Das Museum als Spiegel der Welt der Wissenschaft?
Ja. Die sehr seltenen Exponate des Partnerprojektes mit dem Naturhistorischen Museum in Basel stammen zum größten Teil von Expeditionen der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft.

In der Ausstellung wurde die Forschungsarbeit mit Hilfe moderner Techniken, Beschreibungen, Tafeln und Exponaten dargestellt. Zudem zeigt sie die Biodiversität in diesem Lebensraum und ihre fortschreitende Bedrohung.

Die Besucher gingen in der Ausstellung "Tiefsee Wissenschaft entdecken - erforschen - erleben" mit auf eine spannende Reise der Senckenberg-Forscher und entdeckten das Leben in den Tiefen der Weltmeere.


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Tiefsee
Wissenschaft entdecken - erforschen - erleben

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt
Telefon: 069/7542-0

Dauer der Ausstellung:
19. Dezember 2008 bis 30. Juni 2009


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