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Wildpark Alte Fasanerie - Hanau

Der Park
Der staatliche Wildpark "Alte Fasanerie" Hanau/Klein-Auheim ist eine Einrichtung des Landes Hessen. Betreiber ist das Hessische Forstamt Hanau-Wolfgang.

Dem Wildpark könnte man viele Namen geben: Tierpark, Zoo, Erlebnispark und Naherholungsgebiet. Alles würde irgendwie zutreffen. Für Geher, Läufer, Wanderer oder Jogger gibt es etwa 15 km Wanderwege in flachem Gelände auf einer Fläche insgesamt 107 Hektar. Davon sind 93 Hektar Wald- und etwa 14 Hektar Wiesen, Wege, Wasser- und Freiflächen. Der Wald auf dem sandigen Boden ist überwiegend mit Kiefern, Eichen, Buchen, Birken und Erlen besetzt. Über die Fläche verteilt finden sich Schutzhütten und Bänke zum Ausruhen oder zum Beobachten der Tiere in den artgerechten Gehegen.

Tiere
Tierfreunde finden in den Gehegen etwa 350 Tiere aus etwa 45 mittel- und nordeuropäischer Wild- und Haustierarten.
Dazu zählen Wildschweine, Damhirsche (in Europa nicht gefährdet), Rothirsche (in Europa nicht gefährdet, der Bestand wird durch Jagd reguliert), Sikahirsche (Heimat: Ostasien, wird seit Ende des 19. Jahrhunderts auch als Park- und Gatterwild eingebürgert), Heckrinder, Wisente (hiervon gibt es weltweit nur noch etwa 4300 Tiere), Auerochsen (Ur, seit 1627 ausgestorben, Rückzüchtung), Schottische Hochlandrinder (werden in Schottland seit über 200 Jahren ohne Einkreuzung anderer Rassen gezüchtet), Elche (nicht gefährdet) und Luchse (seit 200 Jahren ausgerottet, sollen im Nationalpark Harz wieder angesiedelt werden).

Die Gehege der Haustierrassen sind teilweise begehbar (Streichelgehege). Hier kann man z.B. Esel (nur karge Kost garantiert ein langes Leben), Thüringer Waldziegen (vom Aussterben bedroht), Rhönschafe, Bentheimer Landschweine und Skudden (eine der ältesten und bedrohten Hausschafrassen) sehen, anfassen und füttern. In einem anderen Gehege sind Störche, Haus- und die fast ausgestorbenen Leinengänse zu sehen.

Die oft schwer zu beobachtenden Wildkatzen, Marderhunde (nicht gefährdet), Waschbären, Füchse, Dachse, Frettchen und Steinmarder sind in kleineren Gehegen anzutreffen.

Vogelliebhaber kommen auf ihre Kosten bei den Vogelvolieren mit Gold-, Silber- und Jagdfasanen, Uhus (geschützt), Schnee-Eulen, Krähen und Kolkraben (gefährdet). Attila der Adler, das Maskottchen der Frankfurter Eintracht, ist an anderer Stelle zu bestaunen (siehe unten: Falknerei). Auch wild lebende Tiere haben sich auf dem Gelände angesiedelt, zum Beispiel eine Kolonie Graureiher.

Begehbares Damwildgehege
Seit Oktober 2011 ist ein direkter Kontakt Mensch-Tier ohne trennenden Zaun möglich. Füttern ist hier erlaubt, allerdings nur mit dem im Wildpark an der Kasse erhältlichen Futter.

Polarwölfe
Die ersten drei Wölfe (Wölfin Ayla und die Rüden Scott und Khan) kamen am 19.5.2004 als 10 Tage alte Welpen aus dem Tierpark Stralsund in die "Alte Fasanerie" und wurden die ersten sechs Wochen von Hand groß gezogen.

Im Jahre 2006 wurde ein neues Gehege für Polarwölfe angelegt.

Im Mai 2011 kamen noch die Welpen Aslan, Monja und Inuq aus Rheinböllen hinzu. Das dortige Rudel konnte die Welpen nicht versorgen. Sie waren unterkühlt, unterernährt und verwurmt. Nach einer medizinischen Behandlung wurden die Tiere im Büro von Dr. Marion Ebel, Wildbiologin im Wildpark "Alte Fasanerie", aufgepäppelt und auf das Leben im Rudel mit den anderen Wölfen vorbereitet. Die Zusammenführung im August 2011 war unproblematisch.
Mehr zu Wölfen auf den #Internetseiten von Dr. Marion Ebel

Falknerei
Seit 2004 befindet sich auf dem Gelände des Wildparks eine Falknerei, die regelmäßig Greifvogel-Flugschauen mit verschiedenen Greifvögeln vor Publikum durchführt. Hier ist auch Attila der Adler, das Maskottchen der Frankfurter Eintracht, zu sehen. Der Eintritt zu den Flugschauen ist gesondert zu entrichten. www.falkenzucht.de

Weitere Attraktionen im Wildpark "Alte Fasanerie"
- Waldseilpark
www.waldseilpark-hanau.de
- Fledermauslehrpfad
- Tierweitsprunggrube
- Baumtelefon
- Tipi -bzw. Fuchsbauspiel
- Waldindianerdorf
- Waldtheater
- Pfad der häufigsten Waldirrtümer
- Keltisches Baumhoroskop
- Hessisches Forstmuseum
- Hochseilgarten
- Hessens natürlichster Waldseilpark
- Kutschfahrten
- Ponyreiten

Spielplätze
Sind für kleine und größere Kinder vorhanden.

Geocaching
Diese Fans können sich im Wildpark auf die Suche nach einem Cache machen.

Führungen
Der Wildpark bietet auch wild- und waldpädagogische Führungen und Veranstaltungen an.

Führungen für Menschen mit Behinderungen
Es gibt speziell konzipierten Führungs- bzw. Freizeitangebote. Schwerpunkte können individuelle abgesprochen werden.
Mo. + Do., 13 - 15 Uhr, Tel.: 06181/3640699, E-Mail

Fütterungszeiten
Herbst und Winter
Di., 11 Uhr: Wölfe und Luchse ; Treffpunkt zwischen Luchs- und Wolfgehege
Mi., 10 Uhr: Wildkatze und Marderhunde, Treffpunkt am Wildkatzengehege
Do., 11 Uhr: Wölfe und Luchse, Treffpunkt zwischen Luchs- und Wolfgehege
So., 15 Uhr: Wölfe und Luchse, Treffpunkt zwischen Luchs- und Wolfgehege

Kindergeburtstage
Es werden verschiedene "Geburtstagsprogramme" angeboten, bei denen Wildparkführerinnen der feiernden Gruppe zur Seite stehen und für ein nachhaltiges "Kindergeburtstagserlebnis" sorgen.

Zugangsbeschränkungen für Radfahrer und Hundehalter

Das Mitführen von Hunden ist nicht gestattet. Ebenso ist das Mitführen von Fahrrädern untersagt. Ausnahmen gelten für Kinder mit Laufrädern, Dreirädern oder Fahrrädern, an denen Stützräder befestigt sind und für behinderte Besucher mit Spezialfahrrädern.

Futter / Geschenkartikel
An der Kasse erhältlich.
Das Futter darf an die Haustiere wie Rhönschafe, Thüringer Waldziege, die Wildschweine und das Damwild verfüttert werden. Das Füttern der anderen Wildtiere ist untersagt.

Gastronomie
- Restaurant Jagdhaus
Tel.: 06181/969292
Di. - Sa.: ab 12 Uhr
Sonn- und Feiertag ab 11 Uhr
Montag Ruhetag
Dienstag  Ruhetag zw. Nov. und März

-Kiosk
am Eingang 2 (Steinheimer Tor)
Geöffnet an Wochenenden

Sanitäre Einrichtungen
Im Eingangsbereich -auch barrierefrei- und mit Wickelraum vorhanden.


Frischling
Gans
Ponyreiten
Bison
Polarwolf
Elch
Kletterpark
Schneeeule
Luchsjunges
Esel
Damwild

Geschichte
Im Jahr 1705 ließ der Mainzer Erzbischof und Kurfürst Lothar Franz von Schönborn (1655 - 1729) die heutige "Unteren Fasanerie" anlegen. Das etwa 40 Hektar große Wiesengelände diente zur Aufzucht von Fasanen zur Jagd. Die Umfriedung des ständig von Hochwasser bedrohten Geländes bestand aus Steinen aus Steinheimer Basalt. 1710 folgte das
das Jagdhaus (heutige Gaststätte) mit einer 38 Hektar großen Fasanerie. Ab 1746 ließ der Erzbischof Karl Friedrich von Ostein (1689 - 1763) die südlich gelegene "Obere Fasanerie" mit 107 Hektar erschließen. Das Areal wurde um 1750 mit einer 3800 Meter langen Bruchsteinmauer aus Basalt umgrenzt.
Nach dem Reichsdeputationshauptschluss ging das überwiegend aus Wiesen bestehende Gelände 1803 in den Besitz der Großherzöge von Hessen-Darmstadt über. Es wurde aufgeforstet und bis zum Ende des 1. Weltkrieges als Hofjagdrevier genutzt.
Die "Obere Fasanerie", die in das Eigentum des Landes Hessen übergegangen war, wurde auf Initiative der Gemeinde Klein-Auheim am 11. Januar 1967 öffentlich zugänglich. Es begann bescheiden mit verhältnismäßig kleinen Gehegen für das Dam- und Schwarzwild.
Ab 1970 führte die Hessische Landesforstverwaltung den systematischen und kontinuierlichen Ausbau durch.

Förderverein des Wildparks "Alte Fasanerie" e.V.
Maßgeblichen Anteil an dem Ausbau hat auch der am 13. Juni 1968 gegründete Förderverein. Er bringt nicht nur finanzielle Mittel ein, sondern beteiligt sich auch wesentlich an der Gestaltung und Weiterentwicklung des Parks.
Kontakt:
Förderverein des Wildparks "Alte Fasanerie" e.V., Postfach 80 11 31, 63430 Hanau
E-Mail

Fazit
Der staatliche Wildpark "Alte Fasanerie" Hanau/Klein-Auheim bietet gut aufbereitete Informationen über Pflanzen (Bäume) und interessante Tiere. Die artgerecht angelegten Gehege sind gut einsehbar, die Wege breit und gut beschildert. Bänke und Schutzhütten laden zum Ausruhen und Verweilen ein. Ein Besuch der sich lohnt.


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Deutschland
Hessen
Hanau/Klein-Auheim

Wildpark
"Alte Fasanerie"
63456 Hanau/Klein-Auheim
Fasaneriestraße 106

Tel.: 06181/61833010
E-Mail

#Anfahrtskizze
(PDF 20KB)

Buslinie 4 und 6, Haltestelle: Friedhof, Fußweg: 20-30 Minuten

Öffnungszeiten
1.3. bis 31.10.:
9 Uhr - 18 Uhr
1.11. bis 28.2.:
9 Uhr - 16 Uhr

Sa., So. + Feiertage:
9 - 17 Uhr

Der Park wird um 17.30 Uhr geschlossen

Eintritt
Erwachsene: 7 Euro
Senioren ab 65 Jahren: 5 Euro
Kinder bis 14 Jahre: 3,50 Euro (Kinder bis 2 Jahre: frei)
Ermäßigt: 4 Euro
Sonderkonditionen bitte telefonisch erfragen.


#Übersichtsplan
(PDF 221KB)


Hunde nicht erlaubt





Wolf
#Veranstaltungstipps




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